Meine Güte, was mußte ich da gestern wieder lesen: „Aniston verließ Mayer wegen Twitter“.

Der Sänger hatte die „Friends“-Aktrice damit erbost, das er statt sich brav im Stundentakt zu melden, wie sich das gehört, lieber zig Nachrichten über Twitter absetzte. Ihr gegenüber hatte er zuviel Arbeit und keine Zeit für Anrufe vorgeschützt. Nun ja, nun kenne ich die beiden ja nicht näher und weiß nicht, ob sie vielleicht eine höchst überwachungssüchtige Frau oder er ein höchst bindungsunwilliger Mann ist. Oder ob Sie vielleicht nicht genug Ratgeberbücher gelesen hat? Wird doch im Bestseller von John Gray immer gepredigt: Männer sind wie Gummibänder, sie müssen sich auch mal entfernen in eine Höhle (versiffte Jungesellenbude) zurückziehen können und ihre Ruhe haben. Stellt man sich dann fordernd (SMS, Anrufe, Drohmails) davor, bleiben die im schlimmsten Fall für immer schmollend in Ihrer Höhle sitzen oder graben sich hinten raus.

Läßt man das Gummiband aber anspannen, indem man z.B. in die andere Richtung geht (Stichwort: eigenes Leben), schnellen die Herren der Schöpfung umso schneller wieder zurück. Mhhhhm? Ist da was dran? Ich gebe es zu, ich habe mich auch schon über die „Ich krieg keine SMS, aber er twittert“-Problematik aufgeregt. Aber was bringt es mir? Nur Falten und graue Haare. Und diese ganzen Ratgeber sind nett zu lesen, im Endeffekt helfen aber keine Taktiken und Spielchen, wenn man nicht wirklich so ist, wie man vorgibt zu sein, nämlich selbstbewußt und sich selbst mögend.

Das Buch von Gray übrigens, schenkte mir mal ein Mann, in den ich mal sehr verliebt war. Er meinte dazu: „Damit du mich noch besser verstehst“…drei Tage später  haute er aus meinem Leben und später nach Indien ab. Ich habe ihm jahrelang hinterhergetrauert. Letztens habe ich das Buch verschenkt. Und war kein bißchen traurig darüber…

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