In meinem Steuererklärungsschubladendurchwühlwahn fand ich auch dieses Kleinod studentischer Dichtkunst. In einem beiliegenden Brieflein wurde mir noch versichert, dass es um keinen dicken fetten tapsigen Bären geht, sondern eben um mich.(Aha!) Auch ist mit dem bunten Fell nix zweideutiges gemeint, werte anwesende Herren, sondern Wärme und Facetten oder so. Jedenfalls eine schmunzelnde Erinnerung, auch wenn der Dichtende so gar nicht meine Kragenweite war.

Januschka-Bärin

schöne Januschka-Bärin,
liebe Januschka Bärin
dein Fell, ich mag’s echt so gern,
es ist so bunt kräftig.
Schön wie ein gewebter Zauberteppich,
strahlt so sonnig sanft.
Wärmt mich schon, schau ich dich nur an.

Januschka Bärin
Ich pflanzte gerne eine Mondscheinblume nur für dich.
Die wüchse zart geschwungen bis zu den Wolken.
Wundergroß wie ein Baum.

Ihr Blütenkopf diente uns als weiches Lager.
In sternklarer Nacht würden wir vom Wind gestreichelt.
Und könnten, wenn wir wollten, wunderzarte Nähe-Träume leben.

Advertisements