Beziehungskram


Meine Güte, was mußte ich da gestern wieder lesen: „Aniston verließ Mayer wegen Twitter“.

Der Sänger hatte die „Friends“-Aktrice damit erbost, das er statt sich brav im Stundentakt zu melden, wie sich das gehört, lieber zig Nachrichten über Twitter absetzte. Ihr gegenüber hatte er zuviel Arbeit und keine Zeit für Anrufe vorgeschützt. Nun ja, nun kenne ich die beiden ja nicht näher und weiß nicht, ob sie vielleicht eine höchst überwachungssüchtige Frau oder er ein höchst bindungsunwilliger Mann ist. Oder ob Sie vielleicht nicht genug Ratgeberbücher gelesen hat? Wird doch im Bestseller von John Gray immer gepredigt: Männer sind wie Gummibänder, sie müssen sich auch mal entfernen in eine Höhle (versiffte Jungesellenbude) zurückziehen können und ihre Ruhe haben. Stellt man sich dann fordernd (SMS, Anrufe, Drohmails) davor, bleiben die im schlimmsten Fall für immer schmollend in Ihrer Höhle sitzen oder graben sich hinten raus.

Läßt man das Gummiband aber anspannen, indem man z.B. in die andere Richtung geht (Stichwort: eigenes Leben), schnellen die Herren der Schöpfung umso schneller wieder zurück. Mhhhhm? Ist da was dran? Ich gebe es zu, ich habe mich auch schon über die „Ich krieg keine SMS, aber er twittert“-Problematik aufgeregt. Aber was bringt es mir? Nur Falten und graue Haare. Und diese ganzen Ratgeber sind nett zu lesen, im Endeffekt helfen aber keine Taktiken und Spielchen, wenn man nicht wirklich so ist, wie man vorgibt zu sein, nämlich selbstbewußt und sich selbst mögend.

Das Buch von Gray übrigens, schenkte mir mal ein Mann, in den ich mal sehr verliebt war. Er meinte dazu: „Damit du mich noch besser verstehst“…drei Tage später  haute er aus meinem Leben und später nach Indien ab. Ich habe ihm jahrelang hinterhergetrauert. Letztens habe ich das Buch verschenkt. Und war kein bißchen traurig darüber…

Twitter

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Meine Güte, wer hätte gedacht, das die Zeit kommt, in denen mir schmalzige Rockhymnen so ein bißchen aus der Seele sprechen? Anscheinend bin ich kurz davor, ein peinliches Dia-Video auf youtube zu veröffentlichen. Aber ich werde dagegen ankämpfen, wäre ja noch schöner, pfffttt.

schloesser

© Rike PIXELIO

Will manchmal Prinzessin sein. Das hat nix mit Aufbrezeln, Reich sein oder „Schönster-Tag-im-Leben-einer-Frau-Gedöns“ zu tun. Sondern mit: für jemanden etwas besonderes sein. Ganz einfach.

Als Kind hatte ich mit Puppen und Mädchenkram wenig am Hut, lieber fuhr ich mit meinem großen Bagger, spielte Fußball oder schnitt meiner besten Freundin Julia verbotenerweise ihren Pony krumm und schief. Ein einziges Mal hatte ich eine Barbie, die dann noch nicht mal blond war (hatten die Forumschecks nicht gereicht?). Die nannte ich dann Jenny (nach der Frau von Karl Marx) und träumte davon, wie es wohl sein würde, wenn ich groß und toll und erwachsen wäre.

Als Kind stellt man das kaum in Frage, als Erwachsene habe ich zeitweise viel von diesem Vertrauen eingebüßt. Warum eigentlich? Die Prinzessinnen sind sowieso total unterrepräsentiert. Kann doch nicht so schwer sein, also los Mädels, sprecht mir nach: Ich bin Prinzessin! 😉

Freitagmorgen-Urlaub und ich sitze in nicht meiniger Wohnung und schaue auf die schöne Wintersonne, denn ich hab es gewagt die Rollos hochzuziehen.

Das war sicher verboten und sonst fass ich hier auch nix an-nööö!

Ich bin nämlich noch arg gebeutelt von meinem Traum. Darin habe ich akribisch die ganze Wohnung durchsucht und massig total kreative Briefe und Basteleien von diversen Exen gefunden. Sogar ein lustiger Puzzlebrief war dabei…warum komm ich nie auf sowas…heul.

Jedenfalls kam im Traum der Adressat dieser Briefe überraschend nach Hause und ich versuchte ihn schreckensstarr mit allerlei sexuellen Gefälligkeiten (sorry will doch berüchtigte Blogschreiberin werden) von der Schnüffeltatsache abzulenken. Der tat so, als hätte er die rausgerissenen Schubladen nicht bemerkt und verwandelte sich grinsend in einen aderndurchzogenen Extrembodybuilder…

Was will mir dieser Traum jetzt wohl sagen? FASS HIER NUR NIX AN, WEIB!