Frauen


…hier schnell ein Beweisfoto. Gestern war ich beim 2. Osthafenfest in Frankfurt unterwegs. War wirklich schön da und trocken ist es auch geblieben.

Ein lauer Sommerabend mit mehreren Bühnen (ein Herr mühte sich ab, so sexy wie Billy Idol zu klingen- hat fast geklappt), einer riesigen Kinoleinwand (es wurden vor allem Kurzfilme der HfG Offenbach gezeigt, aber auch ein herrlicher Film über Wolfsmänner, ich wollte es ja nie glauben, aber jaja Mann sein ist irre schwer…)und -ganz wichtig- tausenden von Fressständen.

Ich habe mir das ja, wie beim Onlineshopping auch, angewöhnt, auch mit dem „Fast-konsumieren“ (also in den Warenkorb packen und kurz vor dem „Absendeknopf“ schnell die Seite wechseln) in diesem Fall also vom „gucken und schnuppern“ halbwegs zufrieden zu sein.

Gegessen habe ich natürlich schon was, nämlich die phänomenale Curry-Worscht von Best Worscht in Town-Snack Point. Vorbeigegangen bin ich dafür am Crepestand, dem selbstgemachte Kartoffelchipsstand (die Kartoffeln wurden mit einer Bohrmaschine zu Girlanden gedrechselt und frisch frittiert), dem Eisstand und dem „Heiße-Mandeln-Stand“.

Obwohl, das ist jetzt so ein kleines bissel gelogen, denn dort hab ich doch was gekooft, nämlich Pfefferminzbruch. Eine Erinnerung an meine Kindheit, kennt man hier im „Westen“ glaub ich nicht so. Aber das war wirklich meine liebste Lieblingssüßigkeit. Mein Vater hatte mich angefixt, der war nämlich jahrelang schwer abhängig von Pfeffi. Meine Einstiegsdroge waren Mintkissen. Endgültig verloren war ich bei den pink-weißen Pfefferminzblöcken. Süßigkeiten waren teuer früher, außer der erschwinglichen Schlager Süßtafel (80 Pf) gabs dann eben noch diese Pfefferminzstangen mjammi!

Doch jahrelang war ich stark (bis auf die kleinen Schokolinsenausrutscher), denn man sieht es ja selten im normalen Konsum an der Ecke. Doch gestern lachte mich so ein Block mal wieder an…hach, ich konnte nicht widerstehen. Was soll ich sagen, pritschepratscheekligsüß, aber nach ein, zwei Stücken gewönt man sich wieder dran. Nun ist die Hälfte schon weg und ich überlege es wegzuwerfen, denn sonst krieg ich den heute noch klein…

pinkweiß

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In meinem Steuererklärungsschubladendurchwühlwahn fand ich auch dieses Kleinod studentischer Dichtkunst. In einem beiliegenden Brieflein wurde mir noch versichert, dass es um keinen dicken fetten tapsigen Bären geht, sondern eben um mich.(Aha!) Auch ist mit dem bunten Fell nix zweideutiges gemeint, werte anwesende Herren, sondern Wärme und Facetten oder so. Jedenfalls eine schmunzelnde Erinnerung, auch wenn der Dichtende so gar nicht meine Kragenweite war.

Januschka-Bärin

schöne Januschka-Bärin,
liebe Januschka Bärin
dein Fell, ich mag’s echt so gern,
es ist so bunt kräftig.
Schön wie ein gewebter Zauberteppich,
strahlt so sonnig sanft.
Wärmt mich schon, schau ich dich nur an.

Januschka Bärin
Ich pflanzte gerne eine Mondscheinblume nur für dich.
Die wüchse zart geschwungen bis zu den Wolken.
Wundergroß wie ein Baum.

Ihr Blütenkopf diente uns als weiches Lager.
In sternklarer Nacht würden wir vom Wind gestreichelt.
Und könnten, wenn wir wollten, wunderzarte Nähe-Träume leben.

Finde diesen Kerl ja unheimlich, fast zu toll, um wahr zu sein, der hat sicher düstere Geheimnisse oder ist ehh total doof, kann das aber gut verstecken weil er Schauspieler ist oder so. 😉 Muß einfach so sein, oder?

Das Kino am Sendlinger Tor in München ist zunindest eines der wenigen Kinos, die für jeden „Topfilm“ handgemalte Werbung aufhängen, das hab ich zu Studienzeiten schon bewundert und bei meinem Kurzbesuch (von dem ein Herr nicht so begeistert war ) wieder. Ach Ewan, du bist schon…hach!

ewan

PS: Iluminati ist ok, wenn auch völlig unrealistisch, aber hey ist ja alles nur „ein Füüüülm“

…denn es müssen doch immer 7 auf einen Streich sein, stimmts?

knollen

Hab es wirklich geschafft bis zum Kölner Dom zu laufen- zu hören in meinem kleinen Podcast

dom

Bin auch sehr beeindruckt, das die Restaurierung, Pflege und alle Baumaßnahmen von einer Dombaumeisterin geleitet werden. Wobei, warum sollte es keine Frau sein?

Wenn ich das nächste Mal in Köln bin, dann steige ich auch mal auf den Turm, ich schwöre!

Manchmal bin ich ganz schön tolpatisch, aber nicht etwa süß-welpen-tolpatschig, sondern nahe am huch-da-hab-ich-mir-wohl-die-Hand-abgehackt-tolpatschig.

Heute morgen wühle ich schlaftrunken in meiner Kommode, nach dem schon seit Tagen unauffindbaren USB-Ipod-Kabel. Auf einmal ein lautes BUMMS, ein Schlag vor die Nase, ich taumele zurück. Der schwere große Rahmen, der auf der Kommode stand, war weggerutscht und wurde nur durch meine Nase am weiteren Sturz gehindert.

Nun hab ich da ne kleine Schramme und ein etwas wattiges Gefühl im Kopf.

nase

Als ich mir allerdings den Rahmen betrachtete, dachte ich mit Dankbarkeit an meine Schutzengel, die wohl ständig Überstunden schieben müssen, Sorry Engels!

glasbruch

Von der möglichen Downshifting-Liste streichen sollte ich wohl: „Private Unfallversicherung kündigen“…

…wenn allerdings vorher ein „Junggesellinenabschied“ drohen sollte, wäre ich dann doch lieber für durchbrennen.

Im schönen Mai bin ich auf einen solchen eingeladen und weil ich weiter weg wohne, werde ich wohl auch nicht erwartet, fungiere also unter „Überraschungsgast“ oder so.

Da ich nun aber nicht vor Ort bin, habe ich auch wenig Einfluß auf die Veranstaltungsgestaltung und per Mail ist jeder Einspruch lahm.

Die holde Braut wünschte sich extra, (wir sind ja auch nicht mehr die Jüngsten-hust) einen unpeinlichen Abend. Leider ist dieser Wunsch von einigen Teilnehmerinnen als Ansporn gedeutet wurden, den Abend so peinlich wie möglich für das arme Kind ablaufen zu lassen.

Erste Vorschläge gefällig? Die Braut muß auf dem Rathausplatz einer gar nicht mal kleinen Stadt einen wehrlosen Passanten kidnappen und diesen zum Walzer nötigen. Als abgemilderte Version soll sie sich auf diesen Platz stellen und den Walzer auf einer Blockflöte darbringen. Mhmm bin ich zu uncool, zu spießig, zu schißert- das ich bei diesen Aussichten nicht restlos begeistert bin ? Klärt mich mal einer zur Sachlage „Bräuche zum Junggesellenabschied“ auf?

Wenn mich mal einer fragen würde, dann würde ich vorschlagen, das jeder sich einen besonderen Platz überlegt, der ihn mit der unter die Haube zu bringenden verbindet. Dort pilgern wir dann der Reihe nach hin und an jedem Platz wartet eine kleine Überraschung inklusive „Reise in die wilde Vorehevergangenheit“. Gerne auch mit Wein und Gesang und… Strippern-kicher.

heiratsberg© knipser5 PIXELIO

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