High-Low


Blätter fallen auf meinen Kopf, so das ich erschreckt zurückweiche.

Es wird kälter, ich drehe die Heizung wieder auf.

Es ist morgens dunkel wenn ich aufstehe und es dämmert, wenn ich abends nach Hause fahre.

Mein sowieso schon besorgniserregnender Teekonsum steigt (neue Sorten: Pfefferminz und Fenchel).

Die Dinge verlangsamen sich.

Herbstkinder mögen das.

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Möchte mal wirklich wissen, wieso mich am Sonntag immer das traurige Elend erfasst? Würde ich wirklich existenzielle Probleme haben, kein Dach über dem Kopf, nichts zu essen oder schwer krank sein, dann wäre das ja durchaus legitim. Aber was das alles angeht, so geht es mir gut, klar ein bissel abgesicherter wäre toll, aber ich kann mich wirklich nicht beschweren.

Kann ich mein Glück nicht erkennen? Erwarte ich zuviel vom Leben, von mir selbst und bin deswegen manchmal traurig und enttäuscht?

Letztens hörte ich das Hörbuch „Hektors Reise oder die Suche nach dem Glück“. Obwohl mir der Schreibstil nicht immer gefällt, weil er eher naiv und im „Kinderbuchslang“ geschrieben ist, waren doch viele wahre Dinge darin zu finden. Er findet auf seiner Reise viele Dinge über das Glück heraus und stellt 23 Lehrsätze über das Glück auf, aber eigentlich steht am Ende der Geschichte, das Glück eine sehr persönliche Sache ist und immer auf der eigenen Sichtweise beruht.

Ich glaube, mir sind diese Lehrsätze besonders wichtig:

  • Glück ist, mit den Menschen zusammen zu sein, die man liebt.
  • Glück ist, wenn man eine Beschäftigung hat, die man liebt.
  • Glück ist, wenn man dafür geliebt wird, wie man eben ist.
  • Glück ist, wenn man sich rundum lebendig fühlt.
  • Glück ist, wenn man der Meinung anderer Leute nicht zu viel Gewicht beimisst.

Was macht euch glücklich?

Heute morgen habe ich die ganze Zeit Bauchschmerzen gehabt, weil ich mir Sorgen gemacht habe. Zum Glück sind diese ganzen Spiegelungen gut ausgegangen, dann allerdings den Podcast dazu zu hören war nochmal schlimm…Ganz schön tapfer der Herr Bob.

Nach meiner kranken Woche war ich heute auch endlich wieder in der Werkstatt, Lieblings-Horsti hatte die Bombenidee mal für alle Pizza und Pasta beim Bringdienst zu bestellen. Halb eins, allerspätestens viertel vor eins (dreivierteleins versteht ja wieder keiner) sollten die Leckereien da sein.

Man kennt das ja, man arbeitet auf Mittag hin, ist gut fertig mit seinen Sachen, will Pause machen…Es wird eins, es wird viertel nach eins, halb zwei…dreiviertel…dann endlich…der etwas verpeilte Fahrer hatte uns gefunden. Wir waren so ausgehungert (wie man als Wohlstandkind nach 7 Stunden Essensvorfreude eben sein kann) und genervt, das wir und wie die Wilden auf das Essen stürzten. Nach 5 min Schlingen und Schmatzen war alles vorbei und wir fühlten uns schlecht, weil wir das Essen überhaupt nicht genießen konnten. Selbst schuld?

…nachdem ich heute einige Leute zum Lesen dieses mickrigen, gerade 24 Tage alten Blögleins genötigt habe, hier auch mal ein extra wohlerzogenes „Herzlich Willkommen“, natürlich auch an alle die freiwillig lesen! Danke, das Ihr Euch die Zeit nehmt hier mal reinzuschauen. 😉

Der Tag der ja als Mittwoch,die Mitte der Woche markiert und deswegen meist ein gerngesehener Tag ist, sicher gleich nach Freitag, war heute ein schlimmer Tag. Alles zuviel und zu laut und zu unerfolgreich und zu schlechtgelaunt.

Da sind ein paar Sachen die mir gerade auf dem Herzen liegen und Eine hat mit beginnendem Mobbing zu tun. Anders kann ich das nicht beschreiben. Ich bin nicht direkt betroffen, stehe aber ratlos und etwas fassungslos daneben. Was ist toll daran, anderen das Leben schwer zu machen, gibt es nichts wichtigeres als nach unten zu treten? Weiß in diesem Fall wirklich nicht was ich machen soll und wie ich helfen kann.

Heute war auch so ein Tag, an dem meinen Händen nichts so recht gelingen mag. Ich bearbeite gerade eine Pergamenthandschrift, nicht sehr alt, ein Buchkünstler hat diese in den 20-ziger Jahren nach dem Vorbild mittelalterlicher Buchmalereien gestaltet, doch wunderschön. Die Buchdeckel waren fast lose, denn leider trifft Buchkunst selten mit solider Buchbinderei zusammen. Die gleichmäßige Reinigung des verschmutzten Einbandpergaments ist ein wenig schwierig, da ich heute nicht so recht weiterkam, vertage ich das lieber auf nächste Woche. Komischerweise hilft oft ein wenig Abstand, gerade bei optischen Arbeiten, als ob man sich „übersehen“ kann.

Morgen…

Low

  • Treppendienst
  • frühe Frühlingssonne die allen Winterstaub sichtbar macht
  • nicht resistent gegen verlockende Spritzkuchen zu sein
  • zu schnell vergehende Zeit

spritzkuchen

High

  • frühe Frühlingssonne die warm ins Fenster scheint
  • leckerer Süßigkeitenschweinkram zum Frühstück
  • eine überraschende pinke Tulpe zum Geschenk
  • schon so eine lange Zeit 😉

Morgendämmerung – Kreiselauffahrt – BUMMMMMS – Smart kaputt 😦

smart

Ich habe mich heute selbst hypnotisiert, aber mehr erzähl ich nicht, sonst heißt es noch: „die ist ja verrückt“ ;-). War jedenfalls eine gute Sache, denn zwischen vielen Gedanken kam mir auch eine Erkenntnis. Jeder, leider jeder Mensch ist im Grunde allein, egal wie viele Freunde oder welch große Familie er hat. Aber wenn man sich selbst mag und vertrauen kann, dann ist dieses Gefühl meistens gut aushaltbar. Gute Nacht.

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