Luxusprobleme


Frühjahrsmüdigkeit

müde

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Sehr geehrte Herr Frühling,

hiermit beantrage ich eine angemessene Entschädigung für die ca. 10 Liter Rotz Körpersäfte, die sie mir jeden Tag heimtückisch entziehen. Die zahlreichen Nieser und Hüsterli mal außen vor gelassen. Ich verlange hiermit, das Sie Ihre Interventionen ab sofort einstellen, ich hab das so nicht bestellt, da liegt ein schrecklicher Irrtum vor!

Da ich vermute, das Sie schon lange gemeinsame Sache mit der ollen Hausstaubschreckse machen, können Sie beide sich meine Forderung ja aufteilen, ha!

Als Entschädigungszahlungen nehme ich gern 8 Wochen Sonnenschein und Schwimmbadwetter mit erfrischenden Schauern am Abend, NACH dem Grillen an.

Hochachtungsvoll und hoffend auf eine gütliche Einigung verbleibe ich,

Ihre Frau Januschka

Taschentücher

…wenn allerdings vorher ein „Junggesellinenabschied“ drohen sollte, wäre ich dann doch lieber für durchbrennen.

Im schönen Mai bin ich auf einen solchen eingeladen und weil ich weiter weg wohne, werde ich wohl auch nicht erwartet, fungiere also unter „Überraschungsgast“ oder so.

Da ich nun aber nicht vor Ort bin, habe ich auch wenig Einfluß auf die Veranstaltungsgestaltung und per Mail ist jeder Einspruch lahm.

Die holde Braut wünschte sich extra, (wir sind ja auch nicht mehr die Jüngsten-hust) einen unpeinlichen Abend. Leider ist dieser Wunsch von einigen Teilnehmerinnen als Ansporn gedeutet wurden, den Abend so peinlich wie möglich für das arme Kind ablaufen zu lassen.

Erste Vorschläge gefällig? Die Braut muß auf dem Rathausplatz einer gar nicht mal kleinen Stadt einen wehrlosen Passanten kidnappen und diesen zum Walzer nötigen. Als abgemilderte Version soll sie sich auf diesen Platz stellen und den Walzer auf einer Blockflöte darbringen. Mhmm bin ich zu uncool, zu spießig, zu schißert- das ich bei diesen Aussichten nicht restlos begeistert bin ? Klärt mich mal einer zur Sachlage „Bräuche zum Junggesellenabschied“ auf?

Wenn mich mal einer fragen würde, dann würde ich vorschlagen, das jeder sich einen besonderen Platz überlegt, der ihn mit der unter die Haube zu bringenden verbindet. Dort pilgern wir dann der Reihe nach hin und an jedem Platz wartet eine kleine Überraschung inklusive „Reise in die wilde Vorehevergangenheit“. Gerne auch mit Wein und Gesang und… Strippern-kicher.

heiratsberg© knipser5 PIXELIO

Sollte dies zu einer unheilvollen Gewohnheit werden? Ich war schon wieder eine Freundin bei IKEA treffen. Und das hatte einen unaufschiebbaren Grund…jawohl! Ich benötigte nämlich für meine neuerschenkten Pflanzen eine Gießkanne. Es kann nicht angehen, das ich für jeden Gießvorgang, (den ich sowieso nur mit Ach und Krach memorisieren kann) die halbe Küche mit einem Wasser-Erdegemisch flute. Also Nanette, keine Widerrede, wir treffen uns bei IKEA!

Da angekommen, mußten wir uns zuerst stärken. Und was läge bei solch tollen Frauen wie uns näher, als auf einem Prinzessinentörtchen (Prinsesstárta) zu bestehen. Bei Anna hatte ich mal ein kleines Stück gemopst und war sehr angetan damals. Als kompaktes Paket war diese Kalorienbombe pappsüß und klebrig, also genau das Richtige für …ähm…niemanden.

Wie kann man begangene Sünden besser abtrainieren, als einmal im Eilmarsch durch die Gänge zu hasten? Und ob Ihr mir das nun glaubt oder nicht, ich war sowas von standhaft! Außer einer violaetten Gießkanne, nahm ich nur ein klitzekleines Blümelein mit und zwar eines, welches Ostern und Weihnachten blüht. Ein christliches Blümchen wohl.

Nanette, die eigentlich gar nix kaufen wollte, hatte zum Schluß alle Hände und Arme voll. Und wer sollte angeblich daran Schuld haben…ich natürlich, weil ich sie in diesem Tempel des Frauenverderbens geschleppt hatte. PFFFT!

Um sie etwas zu beschwichtigen, wollte ich ihr die neuen kommunistischen Errungenschaften von IKEAhausen vorführen-den Selbstscanner.

Leider ging das dort diesmal nicht so sozialistisch-vertrauensvoll wie das letze Mal zu. Ob es wohl doch zu viele Beschmuher gab?

Am Anfang der Kasse stand eine imposante Frau, die mit mißtrauischen Blick alle Transaktionen und Scannpiepser registrierte. Mit einer stoppenden, herrischen Handbewegung wurde uns der Zutritt zum Kassenhimmel versperrt, erst als ein schweißüberströmter Kunde (hab ich auch alles richtig gemacht??) das Areal auf Ihren Wink hin verlassen durfte, waren wir dran. Alles ordnungsgemäß gescannt? YES ma`am! Das wurde uns,uns! aber nicht geglaubt und unter fadenscheinigen Ausflüchten, durch die Scanninstructorin kontrolliert. Zum Glück kein Fehler …puhhhh…

giess1

In mir drin, da haust ein Zwerg, der sieht ganz welk und hutzelig aus;

Beim Lachen und beim Glücklich sein, traut er sich so gar nicht raus.

Doch wenn ich grübel und allein bin, wenn alles 10 Grad dunkler scheint;

Kommt plötzlich hoch und tanzt und trampelt, solange bis einer weint.

Ich mag den nicht, den fiesen Bösen, denn ist er da, bin ich ganz klein;

Fänd ich ein Mittel ihn zu erlösen, muß ich wohl selbst mein Ritter sein.

nano

Dieses Filmchen bekam ich heute, dabei der erleichterte Ausruf: „…zum Glück hast du einen neuen Smart!“…Hihi, hab ich gar nicht und das mit dem Deckel hab ich im  Smartforum auch schon Männer beichten gelesen. PFFFT! Na gut ich gebs zu, ich prüfe immer dreimal ob ich auch wirklich Diesel tanke und ich hab es früher auch schon mal geschafft in meinen Benziner 3 Liter Diesel reinzupressen (obwohl der Tankstutzen nicht passte)…aber das ist ja quasi schon verjährt, ne! 😉

Stürzt Euch schon drauf ihr Männerpack! 😛

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