Winter


In mir drin, da haust ein Zwerg, der sieht ganz welk und hutzelig aus;

Beim Lachen und beim Glücklich sein, traut er sich so gar nicht raus.

Doch wenn ich grübel und allein bin, wenn alles 10 Grad dunkler scheint;

Kommt plötzlich hoch und tanzt und trampelt, solange bis einer weint.

Ich mag den nicht, den fiesen Bösen, denn ist er da, bin ich ganz klein;

Fänd ich ein Mittel ihn zu erlösen, muß ich wohl selbst mein Ritter sein.

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…war ganz schön schön vorhin die Straße entlangzulaufen. Der Himmel war dunkelblau, die Nacht brach gerade herein und ich habe die Vögel in den Bäumen zwitschern hören. Da hat mein Herz einen kleinen Sprung gemacht und ich habe mich wie wild auf den nahenden Frühling gefreut.

Ich glaube am Freutag müssen wir nochmal die Zähne klappernd zusammenbeißen, aber dann wirds wieder milder. Hach ja!

Wollte ja mit dem Traktor in östliche Gefilde ackern, doch gerade rief mich meine Mutti an und hat mich quasi ausgeladen…pffft, aus Sicherheitsgründen! Ski und Rodel gut am Wochenende, zumindest im Thüringer Wald. Und die kleene Knatterchese ist zwar recht zuverlässig, aber bei Schnee trau ich dem nicht über die kurze Schnauze. Zum anderen, ist mein Vater schon seit Wochen in selbstauferlegter Quarantäne und will mich nicht anstecken, also nochmal verschieben.

Gibt ja noch andere Männer, denen ich auf den Sack gehen kann. 😉 Oder doch ein beschauliches -Frühjahrsputz Teil II- Wochenende?

Nöö, nicht das olle ausgeleierte „Wo ist die zweite Socke nach dem Waschmaschinengang?“ sondern viiiell seltsamer.

Es ist Winter, es ist kalt, ich bin ne Memme…also gehe ich zur Zeit zwar nicht mehr mit Wärmeflasche (man muß sich ja langsam entwöhnen) sondern mit Socken ins Bett. Schöne wollgestrickte von einer lieben Omi.

Morgens wache ich auf und es ist regelmäßig die rechte Socke ab. Im Ernst. Kann mir das mal jemand erklären?

socke

schnee2

Schnee ist toll, Schnee macht Spaß, Schnee ist kalt, Schnee ist matschig…will Grün,Grün,Grün und Frühling..SOFORT!!!

Neuen Podcastepisode: Januschka mag den doofen Winter nicht

Wie man sowas einfach und schnell zu Hause nachmachen kann?

Ihr braucht dazu:

  • zuwenig Aloe-Vera-Taschentücher
  • richtig viel Sekret aus dem Näschen
  • Öffentlichkeit, in der sich das Hochziehen nicht schickt (z.B. 3 Stunden Arztwartezimmer)

Dann immer wieder Nase putzen, putzen, putzen – Wenn Ihr alles richtig macht, bildet sich die Hornhaut dreieckig streifenförmig zwischen Unternase und Oberlippe.

Sicher nicht besonders kleidsam, aber man hat viele Tage was davon (Mitleid, Spannungsgefühle, Schlafbedürfnis, Appetitlosigkeit weil man nix schmeckt-ohh, nehm ich jetzt was ab??)

(Fotos erspare ich heute gnädigerweise mal )

1984 Sonntäglicher Saunabesuch mit Papa, Alina legt uns Schlüssel zurück (Sie sitzt an der Kasse und darf nur eine bestimmte Anzahl an Personen in die beliebte Sauna einlassen), Sauna, Schwimmen, dann leckere Pommes Frites mit Goldbroiler im Kaluga, was dort immer so ewig lange dauerte (DDR halt), dass mein Vater dem quengeligen Kind ellenlange (verniedlichende) Geschichten über das Fangen, Rupfen und Zubereiten des Geflügels erzählen mußte.

1986 Mein kleiner Bruder kommt jetzt auch immer mit und hat sichtlich Freude daran die anderen Badegäste „aus Versehen“ mit dem eiskalten Wasserstrahl aus den Schlauch abzuduschen

1987 Der an sich sterile, mit kunstoffbezogenen Liegen und durch Plastetrennwände in Einzelzellen abgetrennte Ruheraum der Sauna wird meine kleine Oase, denn ich mache die Augen zu und döse zu gerne, halbstundenlang vor mich hin und lasse mich durch das Schwimmbadgeplätscher einschläfern

1991 Erster Urlaub im „Westen“, die ganze Familie wandert durch den Bayerischen Wald, die schwer pubertierende ständig mosernde Tochter im Schlepptau. In der Sauna etwas Verwirrung weil einziges weibliches Wesen, macht aber nix, Sie ist ja nicht prüde und sowieso absolut cool, dann rutscht Sie aus und haut sich den Kopf leicht an einer Marmorsäule (schick isses im Westen-ja!) als Sie aus einer kurzen Bewußtlosigkeit erwacht, schaut Sie erschrocken auf 10 baumelnde Schwänze der besorgten Männer, die um Sie herumstehen…

1998 Mit John und Nuke im  liebevoll ausgestatteten, brandneuen badehaus masserberg, besonders ausgeklügelt die Abkühlvorrichtungen, John stellt sich mutig unter die Schüttbottiche und schreit dann vor Kaltschreck das halbe Badehaus zusammen. Mich faszinieren vor allem der Duftschneckenhausgang und die „Fühlkisten“ in denen die Füße auf immer anderen Materialien stehen.

2002 Arme Studentinnen können sich kaum Saunabesuche leisten

2004 Die Endzwanzigerin hat sich doch noch zu einem „Elternurlaub“ überreden lassen. Dänemark ist flach, windig und beruhigend. Das Highlight des Ferienhauses ist die eigene Sauna. Diese kann jedoch nicht ein einziges Mal benutzt werden, weil beim Gassigehen mit dem übermütigen großen Familienhund ein Ball geworfen, jedoch verdrängt wurde, dass die Leine nur 10 m Reichweite hat. Mächtige eiternde und saunauntaugliche Verletztungen an beiden Knien sind die Folge.

2005 Abosauna im Fitnessstudio, sitze ganz allein in der von der jahrelangen strengen Beachtung der obersten Saunaregel: „Kein Schweiß aufs Holz!“ dunkelbraun gebeizten Hitzekammer, da schaut etwas panisch eine kleine Frau herein. Nach minutenlangen Zögern traut sie sich dann doch in die Kabine und macht erstmal einen Aufguß der sich gewaschen hat. Als ich mir fast sicher bin, den Tag nicht mehr zu überleben, läßt sie vom Schöpflöffel ab und setzt sich neben mich. „Heute ist doch Frauensauna??“- Ja, sehe ich etwa aus wie ein Mann? Pffft! Sie hält ganz professionell 10 min durch, läßt die ganze Zeit ihr glockenhelles Stimmchen erklingen, begeht dann aber den Fauxpas sich nicht kalt abzuduschen, wahrscheinlich, weil ich ja schon unter der Dusche stand…geschamiges Mimosenpack!

2007 Papierrestauratorenkongress in Wien, ein preiswertes Uninahes Quartier suchend lande ich in einer winzigen Pension. An der Hauseingangstür steht groß „SAUNA“, hui, etwas für den müden Tagungsteilnehmer? Nach Blick auf Öffnungszeiten und Googlebefragung  geht mir auf, das der im Keller liegende Saunaclub wohl eher was für zahlendes Männervolk sein kann. (@Basti, sorry, schlüpfriger wirds wohl nicht mehr 😉 )

2009 Möchte die tolle neue große Sauna in meiner neuen Muckibude testen, wieder nur Männer, egal, einer schwitzt wie ein Schwein, hat aber anscheinend eine geheime Wette laufen und quält sich durch 20 min Saunagang. Ein Typ mit Riesengemächt sitzt breitbeinig, lässig da und hat wohl vergessen die frische Wäsche bei Mama abzuholen, anders ist es nicht zu erklären das er seinen Popo gerade so auf das etwa 30 x 50 cm große Gästetuch zwängt -iiieehhh. Als alle bis auf Einen aufgegeben haben, sitze ich allein mit dem älteren Herren da. Er fängt natürlich ein Gespräch an- ich höre ohne Ohren natürlich schlecht, so das er immer lauter wird und am Ende verzweifelt schreit: DIE NEUE SAUNA IST SCHÖN GROSS; NICHT WAHR?…

sauna

© Bredehorn.J PIXELIO

Huch, schlüpfrige Themen im seriösen Mädchenblog? Gaaanich! Mir passieren bloß immer wieder seltsame Geschichten in der Sauna. Da ich aber heute viel zu müüde bin, um die Euch alle haarklein zu berichten, war das hier nur ein schlecht zusammengezimmerter Teaser. Morgen mehr 😉

Gute Nacht!

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